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Usher
Eine
kühle Brise der Sommerluft wehte sachte ins Lager.
Sie brachte die Gerüche des Waldes mit sich.Ein Hauch der
Bergluft bei sich,kühl und wohltuend wehte sie durch mein Fell.
Die
Sonne stahlte auf das Lager und die Welpen tobten auf der Wiese herum.
Hüpften
und kämpften.Fingen sich gegenseitig und Liefen voreinender davon.So wie es Welpen machen.
Mein
Bruder Phantom legte sich neben mich in den Laubhaufen der Blätter
des vergangenen Herbstes.In Seinem Maul trug er einen erlegten
Frischling.Blut tropfte dem toten Ding von der Kehle,tropfte auf den
Boden und zog eine Spur mit sich.Eine Spur in feinen Tröpfchen die
Phantoms weg kennzeichnten.
Schnaubend
legte er das Junge Wildschwein vor sich hin und grub dann seine
Schnauze in dessen Magen.Dabei tränkte sich sein Tief schwarzes Fell
in das Blut das sofort aus dem leblosen Tier strömte.
Aufmerksam
beobachte ich wie er das zarte Fleisch das doch so zäh war mit
seinen spitzen Zähnen zerkaute.Er kaute sehr langsam,genoss die 1.
Mahlzeit des Tages.
Auf
einmal blickte er zu mir und begann zu knurren,tief grollend sagte er
durch zusamme gebissene Zähne:,,Jage dir selber was du Wildschwein!“
Sicher
dachte er ich gucke ihm seine Beute weg.Sicher dachte er ich beobachte
ihm weil ich ihn zu überfallen drohte und ihm sein essen mit
einem Bissen weg essen würde , aber ich hatte nicht einmal Hunger.
Oder
etwa doch ?
War die gähnende leere in meinem Bauch Hunger ?
Ja.Doch
zum Jagen blieb mir keine Zeit.Vorerst nicht.
Ich
musste hier sitzen und Wache halten.Ich musste aufpassen das die Welpen
nicht das Lager verließen.Allein.Musste aufpassen das keine Fremden ins
Lager kommen.
Unser
Rudel brauchte Sicherheit.Nicht nur weil es besonders war .
Wir waren sozusagen Werwölfe. Sozusagen! Wir waren größer , stärker
schneller als normale Wölfe, aber nicht alle von uns verwandelten sich
den Menschen aus dem einfachen Grund, das sie nicht wollten.
Bei
uns war es so :
Tötet
und Isst man einen Menschen so verwandelt man sich in einen,
aber
dann bleibt man einer.Bis zu den Mondzeiten Vollmond,Neumond und
Blutmond,In diesen Zeiten ist man wieder ein Wolf.Aber nur in dieser Nacht.
Niemand
von uns wollte ein Mensch sein,aber einige mussten.
Die
Heiler zum Beispiel,sie mussten ab und zu in die Stadt um dies und
das an Medizin zu besorgen.Oder andere machten es für die Heiler.Andere die
auch Menschen waren.Allerdings hatten die es schwer wenn die bei uns im
Rudel Leben.
Jeder
hier musste sich Respekt verschaffen.Das tun wir indem wir Dominant auf
die anderen ein wirkten.Aber die Weibchen standen nur auf einen wenn man auch
eine verletzliche Seite hatte.Ich und Phantom hatten das Glück von
Geburt an Respekt zu bekommen.Alles dank oder wegen unseres Vaters
Casonne.Er war der kleine Bruder von Royal.
Royal
unser Anführer war dazu verpflichtet Mensch zu sein.
Nur
so konnte er uns beschützen.Denn unser Lager war ein Privates Stück
des Waldes das im laufe der Generationen unter den Anführern weiter gegeben wurde .Was aber
nicht hießt das es Feinde aufhielt in unser Lager zu kommen und und
ohne schlechtes gewissen zu töten.Die angst war also immer da.Jemand
der sagte er hätte keine Angst iwar dumm,
denn
wenn man keine angst hatte ,konnte man auch keinen Respekt vor seinem
Gegner haben.Und Respekt sollte man immer haben.1. Jägerregel
:Unterschätze niemals deinen Feind.
Royal
lebte am Rande des Waldes.An der Grenze zwischen Wald und
Wirklichkeit.Zwischen unserer und der Welt der Menschen .
Dort
lebte Royal mit seiner Frau und seinen Söhnen Tray und Nate,zwei
meiner Meinung nach hochnäsige Jungen,die zu viel an
Selbstwertgefühlen besaßen.
Na
ja nicht beide , ich kannte ja nur Tray.
Seine
Frau und Nate wussten nichts von Royals Rudel.
Sie
wussten nichts.Gar nichts.Erkannten nicht die Wirklichkeit.Die
wirkliche Wirklichkeit,was ich meine ist das es nicht nur Werwölfe
gab.Es gibt unsere Feinde.Aber wie auch immer....
Seine
Söhne waren halb Werwölfe.Sie verwandelten sich nicht.Waren aber wild.
Die
Natur zog sie an wie ein Magnet Metall anzieht.
Sie
liebten die Herausforderung.Bei Tray kam alles mehr durch.Er wusste von uns.
Er
wusste von seinem Vater.
Wir
akzeptierten ihn unter uns.Aber er würde niemals den Posten seines
Vaters erben so wie es sonst immer üblich war.Das Rudel würde
niemals auf ihn hören.
Dafür
strahlte er zu wenig Autorität aus.Außerdem war er ein Mensch.Er war ein
Feind .
Wenn
auch nicht die Menschen unsere größte sorge waren.
Ein
seltsames Jaulen riss mich aus meinen Gedanken.
Auch
Phantom , der noch am Fressen war, schaute auf.
Aus
dem Dickicht der Bäume lief Tray hervor.
Laufend
auf allen Vieren. Obwohl er ein Mensch war.
Wie
konnte er so nur laufen ?
Er
Jaulte kläglich.Nicht kläglich von bemitleidenswert sondern kläglich
von einfach nur ein klägliches Imitat der laute die wir tatsächlich
ausstießen.
Aber
nur wenn wir Traurig waren.Wenn wir über den Verlust eines Mitgliedes
trauerten.Ihn
ehrten.
Wir
Wölfe waren stille Kumpanen.Menschen und andere Tiere verstanden nicht
ein Wort von dem was wir untereinander sagen.
Wenn
ihr schimpften knurrten wir für sie.
Hinter
Tray kam Dillan , ein kleiner zottiger Wolf, hervor geschossen.
Er war fuchsteufelswild.Sein Ausdruck war furchteinflößend,so voller hass und Wut , normaler weise war er die Ruhe in Person.
Neben
uns kam Tray zum stehen , und setzt sich hin während der den Dreck
von seinen Händen kratzte.
Losall
eine Sandfarbende Wölfin stellte sich Dillan in den Weg und hackte auf
ihn ein.Mit Worten versteht sich.
Ich bekam nur halb mit was Sache war .
Irgendwie
hatte Tray Holz für Feuer gesammelt und dann getestet ob es nicht zu
Feucht war.Was bedeutete er hatte es angezündet angeblich hatte er nicht
weiter nachgedacht hatte nicht die Folgen in betracht gezogen die
enstehen könnten.Das ist Jägerregel Nr.2 :Ziehe alle Möglichkeiten
in betracht bevor du angreift.
Na und natürlich war das Holz nicht
feucht.Es war in lodernden Flammen aufgegangen und vor Schreck hatte Tray es auf Dillan fallen gelassen.
So
ein Pech!Für beide schätzte ich.Oder aber auch nur für Dillan der nun ein Loch im Schweif hatte.
Dillan
wurde so sauer das er ihm hinterher lief.Aber er wurde natürlich nur
sauer weil Tray gelacht und sich nicht einmal entschuldigt hatte,denn
wie gesagt normalerweise war Dillan die Ruhe in Person.
Tray
der neben uns stehen geblieben war, begann zu grinsen
und
sagte :,,Hey Phantom , hey Usher. Na ?“
gelangweilt
beobachtete ich ihn , in seinen Augen spiegelte sich Phantom der immer
noch seine Schnauze tief in das Wildschwein gegraben hatte neben ihm
stand ein schwarzer Wolf mit Blau leuchtenden Augen.Kleine Augen.Müde
Augen.
Das war ich.Ich Usher ,der seit 3 Tagen nicht mehr geschlafen hatte, weil
irgendein unwohles Gefühl mich wach hielt.Dieses Gefühl , das in
meinem Rücken juckte, fühlte sich an wie wenn man von 1000 Augen
beobachtet wurde.Doch immer wenn ich guckte wer mich beobachtete sah ich nichts als leere.
Leere
wohin ich auch blickte.Nicht mal der Hauch eines Geruches ließ nachweisen das ich überhaupt beobachtet wurde,denn Gerüche waren immer da.
Selbst
wenn der Beobachter darauf achtete nicht gerochen zu werden und
deßhalb seinen Geruch mit etwas anderem übertönte.Es ist ja doch
ganz schon auffällig wenn mitten im Wald auf einem Baum Beeren platt
gemacht wurden oder eine Schicht Schlamm einen Teil von
platt gedrückter Wiese überriechen sollte.
,,Tach“sagte Phantom und bewegte sich in Richtung des Ausganges.
Sein
halbes Schwein ließ er dabei liegen.
Sofort
stürzten ich und Tray uns auf es.Knurrend zitierte ich meinen Bruder
:
„ Geh
und Jage selber du Wildschwein.Oder iss meinetwegen Dillan,aber das
ist MEINS“.Tray hob seine Hände in die Luft und wollte mir damit
sagen das ich mich abregen sollte.
Sofort
fiel ich über das Schwein her.Und Tatsächlich ein teil meiner
Leere im Magen war verschwunden.Schon direkt nach dem ersten bissen ,
saugte das Fell um meine Schnauze das kalte Blut auf .
2
Dawn
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